CDU Vöhl besucht Marienhagener Freibad
Obwohl sich das Marienhagener Freibad gerade im „Winterschlaf“ befindet, haben sich die Mitglieder und Kandidaten der Vöhler CDU von der 1. Vorsitzenden des Fördervereins Schwimmbad Marienhagen e.V. Birgit Bracht-Fisseler und von Nils Wilke einen Einblick über den großartigen ehrenamtlichen Einsatz, der Jahr für Jahr geleistet wird, und über die neuesten Technikinvestitionen geben lassen.
1. Vorsitzende des Förderverein Schwimmbad Marienhagen e.V. Birgit Bracht-Fisseler (2. v.l.) mit den Mitgliedern der Vöhler CDU Ulrike Klein, Matthias Kubat, Martin Obst, Moritz Kubat, Johannes Hamel, Andreas Schimana (von links) Das Bad ist in den 1950er Jahren in viel Eigenleistung der Marienhagener Bürger und der damaligen Gemeinde Marienhagen gebaut und 1959 eröffnet worden. „Es hat sich zu einem wichtigen Treffpunkt für den Ort entwickelt, an dem alle Generationen zusammenkommen und der Sport und insbesondere die Gemeinschaft im Vordergrund stehen.“, resümiert Birgit Bracht-Fisseler. Auch über die Ortsgrenzen hinaus, ist das schöne, idyllische und gemütliche Bad bekannt und zieht jedes Jahr Familien, Einzelpersonen, Vereine und sogar überregional ganze Schulklassen an. In der Saison 2025 konnten erstmals über 3000 Badegäste gezählt werden.
Um das Bad zu erhalten und vor einer Schließung zu bewahren, hat sich 2001 der Förderverein Schwimmbad Marienhagen e.V. unter der Leitung von Annegret Bauch gegründet. In den Jahren 2005- 2007 und kurzfristig in 2008 wurde das Freibad in großem Umfang saniert. Der Verein hat finanzielle Mittel in Höhe von 100.000 € investiert und unter Mithilfe der örtlichen Vereine in unzähligen Arbeitsstunden maßgeblich zur Rettung des Bades beigetragen; ebenso ein Zuschuss der Gemeinde Vöhl in Höhe von 20.000 € sowie eine Vielzahl von privaten Spenden.
Der Verein feiert in diesem Jahr am 30.05.2026 sein 25-jähriges Bestehen und zählt derzeit rund 280 Mitglieder. Er hat es geschafft, das Bad weiter zu erhalten und wichtige Investitionen und Verbesserungen zu tätigen. So wurde beispielsweise in den letzten 1,5 Jahren eine Gesamtsumme von rund 58.000€ investiert. Die größten Investitionen, eine 18,9 kwP Photovoltaik-Anlage und zwei Wärmepumpen mit jeweils 60 Kw Heizleistung zur Wassererwärmung, sorgen nun dafür, dass ab Ende Juli 2025 eine Wassertemperatur von 26 °C erreicht werden konnte. Diese Temperatur ermöglicht es auch kleinen Kindern und kälteempfindlichen Personen das Wasser zu genießen. Die Marienhagener werden sich erinnern: Bei Wassertemperaturen von teilweise unter 17 °C kostete es vor allem zu Beginn der Saison oft große Überwindung und die Kinder mussten manchmal mit blauen Lippen von der Badeaufsicht zum Aufwärmen „an Land“ geschickt werden.
Wochentags wird die Badeaufsicht von 14.30 bis 18.30 Uhr durch die Gemeinde Vöhl gestellt. An den Wochenenden in der Zeit von 12.00- 18.30 Uhr sowie bei verlängerten Öffnungszeiten innerhalb der Schulferien, wird sie durch eigene ehrenamtliche Kräfte im Förderverein gestemmt. Dafür haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Mitglieder die Rettungsfähigkeit erlangt. Die Bereitstellung einer Badeaufsicht durch die Gemeinde gestaltet sich seit dem letzten Jahr sehr schwierig, nachdem ein Dienstleister aus personellen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht. Daher suchen der Förderverein und die Gemeinde dringend für die kommende Saison ab dem 30.05.2026 eine Aufsicht. Voraussetzung hierfür ist das Mindestalter von 18 Jahren, ein absolvierter Erste-Hilfe-Kurs (nicht älter als 2 Jahre) und das deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Silber oder die Kombinierte-Rettungsübung (beides nicht älter als 2 Jahre). Bei der Erlangung der Nachweise unterstützt der Förderverein gerne. Weitere Informationen, auch zur Bezahlung, können unter info@freibad-marienhagen.de sowie unter der Telefonnummer: 0170 4920349 oder direkt bei der Gemeinde Vöhl unter info@voehl.de erfragt werden.
Alle weiteren Arbeiten werden ehrenamtlich geleistet. Dabei wird eine hohe Verantwortung getragen. Zum Beispiel muss täglich ein Betriebstagebuch für die Hygieneaufsicht geführt und die Funktionsfähigkeit der Technik überwacht werden.
Den Haushalt der Gemeinde Vöhl belastet, dank des Fördervereins, nur eine verhältnismäßig kleine Summe. Auch Imbiss, Kassendienst sowie Reparatur- und Verschönerungsarbeiten werden vollständig ehrenamtlich geleistet. So wurde über die Jahre auch das kulinarische Angebot erweitert. Im Babybecken gibt es seit dem letzten Jahr eine Neuerung. Eine wasserspritzende Robbe erfreut seit dem letzten Jahr die kleinsten Gäste. Zwei Rutschen, ein Tischkicker, eine Tischtennisplatte, eine abgetrennte Bahn für Schwimmer, mehrere Relaxliegen und kostenloses WLAN gehören mittlerweile ebenfalls dazu. Der Förderverein hat sich die Robbe namens Robbie zum Maskottchen gewählt, die manchmal sogar bei Veranstaltungen auftritt.
Das Becken ist 25x10 m groß und umfasst 530 m³ Wasser. Es ist unterschiedlich tief und ist in einen Nichtschwimmerbereich mit max. 1,20 m Tiefe und einen Tieftauchbereich von max. 3,60 m eingeteilt. Dadurch wird das Langstreckenschwimmen und -tauchen, das Tieftauchen sowie das Springen vom Sprungblock ermöglicht. Außerdem hat man fast von der gesamten Liegewiese, die mit Sonnenschirmen und Bänken bestückt ist, einen Blick auf das Becken. „Das ist einzigartig“, sind sich die Mitglieder der CDU Vöhl einig, „und ermöglicht einen wunderbaren Blick auf das Wasser und die dahinterliegende Natur.“ Der hintere Teil der Liegewiese wird gern zum Spielen mit Ball oder Frisbee genutzt.
Die Vöhler CDU begrüßt den ehrenamtlichen Einsatz sehr und hofft auf weiteren Zuwachs an aktiven Mitgliedern im Förderverein. „Das Marienhagener Freibad bietet für die Bürgerinnen und Bürger, vor allem für die Kinder, eine wunderbare Möglichkeit, Schwimmfähigkeiten zu erlernen“, so der Vorsitzende Martin Obst. Außerdem fördere es mit seiner Naturnähe und klimafreundlichen Energieerzeugung den sanften und umweltbewussten Tourismus. Noch dazu sei der günstige Eintrittspreis ein gutes Argument, nach Marienhagen zu kommen.
Auch Fraktionsvorsitzender Matthias Kubat betont: „Die Fraktion werde sich auch im Gemeindeparlament für den Erhalt einsetzen und sich an der Suche nach einer Badeaufsicht beteiligen.“